Eric Andersen
Lebt in Kopenhagen
Eric Andersen
Azorro
Robert Filliou
György Galántai
Tibor Hajas
Geoffrey Hendricks
Dick Higgins
Tadeusz Kantor
Danius Kesminas
Milan Knížák
Alison Knowles
Július Koller
Jarosław Kozłowski
Vytautas Landsbergis
George Maciunas
Jonas Mekas
Larry Miller
Ben(jamin) Patterson
Mieko (Chieko) Shiomi
Slave Pianos
Tamäs St. Auby
Endre Tót
Gábor Tóth
Nomeda und Gediminas Urbonas
Jiří Valoch
Ben Vautier
Branko Vučićević
Emmett Williams
Eric Andersen ist einer der Künstler, die sich schon sehr früh (ab 1959) mit intermedialer Kunst auseinandersetzen. In seinen Opus-Stücken der frühen 60er Jahre untersucht er vor allem die offene Interaktion zwischen Performer und Publikum. Er entwickelte offene Werke, Werke, die sich selbst verändern, „arte strumentale”. Im November 1962 nahm er beim Festum Fluxorum in der Nikolai Kirke in Kopenhagen erstmals an einem Fluxus-Konzert teil und wirkte in den nächsten Jahren in einer Reihe von Fluxus-Festivals und Aktionen mit. Von 1962 bis 1966 bestand eine enge Zusammenarbeit mit Arthur Köpcke. In den späten 1960ern war Andersen in Mail Art aktiv und seit den 1970ern setzte er sich intensiv mit dem geografischen Raum auseinander. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Hidden Paintings, Crying Spaces, Confession Kitchens, Lawns that turn towards the Sun und Artificial Stars. Für Kopenhagens Feier als „Kulturhauptstadt Europas” 1996 inszenierte er ein großes drei-tägiges Intermedia-Event mit Fallschirmspringern, Helikoptern, Bergsteigern, lebenden Schafen und 500 auf dem Wasser laufenden Sängern.
Legendär ist seine ausgedehnte Reise nach Mittel- und Osteuropa 1964, die die lokalen Künstler und Musiker vielerorts erstmalig mit Fluxus bekannt machte. Andersen performte gemeinsam mit seinem Bruder Tony Andersen in Privatwohnungen und Nachtclubs, verbreitete Partituren und Drucksachen und schrieb in Warschau eine Komposition für den Polnischen Rundfunk (Opus 52). An Maciunas schickte er von dieser Reise Postkarten mit frei erfundenen Berichten über skandalöse Performances, die er angeblich gemeinsam mit Emmett Williams, Tomas Schmit und Arthur Köpcke gegeben haben wollte. Daraufhin „exkommunizierte” Macunias die vier Künstler. Zusammen mit Arthur Köpcke und Tomas Schmit trat Andersen im April 1966 bei einem dreitägigen Festival im Prager Jazzclub Reduta vor großem Publikum auf. Ab Mitte der 1970er Jahre war er in zahlreichen Ausstellungen in Polen präsent, so in der Galeria Akumulatory 2 (Poznań), Piwna 20/26 (Warschau), Galeria Krzysztofory und Galeria Potocka (beide Krakau).