Fluxus East

Fluxus-Netzwerke in Mittelosteuropa

Henie Onstad Kunstsenter | Sonja Henies vei 31 | 1311 Høvikodden | 28. Oktober 2010 – 27. Februar 2011 (vorläufig)

Danius Kesminas

1966 geboren in Melbourne, Australien
Lebt in Melbourne

Danius Kesminas studierte Bildende Kunst (Bildhauerei) am Royal Melbourne Institute of Technology. Zu seinen Aktivitäten gehören Musik, Malerei, Architektur, Film, Poesie, Theater, Kritik und Destillation. Wo immer sich Kesminas aufhält, scheint er eine Band zu gründen, immer mit starken Bezügen zur bildenden Kunst. So ist er eines der Gründungsmitglieder des Kunst-Musik-Kollektivs Slave Pianos. Er ist Sänger und Songwriter der „conceptual-art-heritage-rock cover band” The Histrionics, die Klassiker der Rock- und Popmusik – eingesetzt als objets trouvés – mit Themen der zeitgenössischen Kunst verbindet; der indonesischen „post-disasterrock-band” Punkasila, in der er gemeinsam mit Kunststudenten auf meisterlich handgefertigten Mahagoni-Instrumenten in der Optik von Schnellfeuerwaffen spielt sowie der „all-girl noise band” The Happy Endings in Shanghai. Kesminas war zu Ausstellungen und Performances in den USA, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Luxemburg, Holland, Dänemark, Spanien, Tschechien, Litauen, Russland, Großbritannien, China, Indonesien, Vietnam und Neu Seeland präsent.

Kesminas entdeckte in seinem fast schon soziologisch-​ethnologisch anmutenden Feldforschungsprojekt Vodka Sans Frontières ein Netzwerk geheimer Wodka-​Pipelines, die von Weißrussland nach Litauen fließen und mit denen Wodka-Schmuggler Zoll und Bestechungsgelder zu umgehen suchen. Kurioserweise fließen diese Pipelines insbesondere an Orten, die für die Geschichte von Fluxus von Bedeutung sind, so unter dem Geburtshaus von George Maciunas und dem Amtssitz von Vytautas Landsbergis. Dieser Umstand wirft Fragen nach einer mysteriösen Verbindung zwischen Fluxus und Alkoholschmuggel auf.

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