Fluxus East

Fluxus-Netzwerke in Mittelosteuropa

Henie Onstad Kunstsenter | Sonja Henies vei 31 | 1311 Høvikodden | 28. Oktober 2010 – 27. Februar 2011 (vorläufig)

Alison Knowles

1933 geboren in New York, USA
Lebt in New York

Alison Knowles studierte am Pratt Institute New York Malerei bei Josef Albers. Gemeinsam mit Dick Higgins und John Cage war sie Mitglied der New York Mycological Society, einer Vereinigung von Pilzsammlern. Zu dieser Zeit fand ein enger Austausch mit John Cage statt. 1968 designte und druckte Knowles die letzte Edition von Marcel Duchamp. Von 1970 bis 1972 lehrte sie am California Institute of the Arts. Weitere Stationen ihrer künstlerischen Tätigkeit waren Polen, Italien, Japan und Österreich, aber auch Deutschland. 1984 war Knowles Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Knowles gehört zu den Fluxus-Künstlern der ersten Stunde. 1962 reiste sie mit Dick Higgins, den sie 1960 geheiratet hatte, zu den ersten im Wiesbadener Museum veranstalteten Fluxus-Festivals. Von Alison Knowles stammen aus dieser Zeit klassische Fluxus-Stücke wie das Nivea Cream Piece oder auch Proposition mit der Partitur: Make a salad. Bereits zu dieser Zeit arbeitete Knowles auch mit Bohnen – 1963 produzierte sie ihre Bean Rolls – die in jeglicher Art, Größe und Form ihr Werk begleiten, in Objekten und Aktionen. Neben kleinen Auflagenobjekten produzierte Knowles Buchobjekte – so das auf der Frankfurter Buchmesse 1967 gezeigte begehbare Big Book – und Loose Page Sculptures. Eine wichtige Rolle spielt auch Klang – es entstanden Soundinstallationen wie Bean Garden (1971) und Knowles produzierte Radiostücke für das Studio Akustische Kunst des WDR.

Knowles war zu zahlreichen Ausstellungen und Performances in Mittelosteuropa zu Gast. So trat sie 1966 gemeinsam mit Higgins, Vautier und Knížák beim Fluxus-Festival in Prag auf, 1978 übte sie mit ihrem Auftritt bei dem Warschauer Performance-Festival I AM einen großen Einfluss auf die sich in Polen entwickelnde Performance-Kunst-Szene aus.

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