Jarosław Kozłowski
Lebt in Poznań
Eric Andersen
Azorro
Robert Filliou
György Galántai
Tibor Hajas
Geoffrey Hendricks
Dick Higgins
Tadeusz Kantor
Danius Kesminas
Milan Knížák
Alison Knowles
Július Koller
Jarosław Kozłowski
Vytautas Landsbergis
George Maciunas
Jonas Mekas
Larry Miller
Ben(jamin) Patterson
Mieko (Chieko) Shiomi
Slave Pianos
Tamäs St. Auby
Endre Tót
Gábor Tóth
Nomeda und Gediminas Urbonas
Jiří Valoch
Ben Vautier
Branko Vučićević
Emmett Williams
Kozłowski studierte 1963-69 Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst (seit 1996: Akademie für Bildende Kunst) in Poznań, wo er seit 1969 auch unterrichtete. 1972 knüpfte er – zusammen mit Andrzej Kostołowski – mit der Aktion NETZ zahlreiche Kontakte zu Künstlern in Ost und West. Ein vielfältiger Austausch künstlerischer Ideen entstand, aber auch die Polizei wurde aufmerksam, eine Privatausstellung der Aktion beendet und viele Materialien beschlagnahmt. Die NETZ-Aktion begründete intensive Beziehungen auch zu Fluxus-Künstlern, in Folge derer u.a. das Fluxus Festival 1977 in der von Kozłowski gegründeten Galeria Akumulatory 2 (1972-1989) sowie zahlreiche Einzelausstellungen von Fluxus-Künstlern (Ken Friedman, Emmett Williams, Dick Higgins, Eric Andersen, Geoffrey Hendricks) stattfanden.
1979 war Kozłowski Stipendiat des British Council, 1984/85 des Künstlerprogramms des DAAD in Berlin. Von 1991-1993 war er Kurator am Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Warschau. Kozłowski ist Professor an der Akademie für Bildende Kunst, Poznań.
Kozłowski, einer der international erfolgreichsten Konzeptkünstler Polens, arbeitet in den Medien Installation, Zeichnung, Objekt und Performance. Thematisch beschäftigen sich seine Arbeiten vor allem mit den Begriffen von Raum und Zeit, Sprache, Objekt und Mensch. Die Auseinandersetzung mit Fluxus (während des Festivals 1977) eröffnete für Kozłowski eine neue Dimension. Sie bewirkte eine gewisse Befreiung von der konzeptuellen Strenge seines bisherigen Werkes, das an den Paradoxien der Logik in einem fast schon wissenschaftlichen Sinne interessiert war. Fluxus ermöglichte ihm eine Bewusstwerdung der Kraft von Humor, Lachen, Ironie und Paradoxien, die auch in seinen heutigen Arbeiten spürbar sind.