Jonas Mekas
Lebt in New York
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Jonas Mekas
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Mekas wurde 1944 während des Zweiten Weltkriegs für acht Monate in ein deutsches Arbeitslager interniert. Nach dem 2. Weltkrieg studierte er zunächst Philosophie an der Universität Mainz (1946–48), bevor er 1949 in die USA emigrierte. Dort kam er mit dem Avantgardekino in Kontakt und begann 1953 eigene Filme zu drehen und zu zeigen. 1954 wurde er Redakteur und Direktor von Film Culture. Seit 1958 schrieb Mekas Filmkritiken in seiner Kolumne Movie Journal für das New Yorker Stadtmagazin Village Voice. 1962 gründete Mekas gemeinsam mit Emile de Antonio die unabhängige Film-Makers’ Cooperative (FMC) und 1964 die Film-Makers’ Cinematheque. Daraus sollten später die Anthology Film Archives hervorgehen, eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen für Avantgarde-Filme weltweit. Zu Mekas’ Schaffen gehören Spielfilme wie Guns of the Trees (1961), Dokumentarfilme wie The Brig (1963) und Tagebuchfilme wie Walden (1969), Lost, Lost, Lost (1975), Reminiscences of a Voyage to Lithuania, (1972), Zefiro Torna, (1992) und As I Was Moving Ahead, Occasionally I Saw Brief Glimpses of Beauty (2001).
Mit Fluxus war Mekas vor allem durch seine langjährige Freundschaft zu George Maciunas verbunden, die auch in gemeinsame Projekte mündete. So war Maciunas als Designer für die Film Culture tätig und entwarf die Räumlichkeiten für die Anthology Film Archives in einem der Häuser der Flux House Cooperative. Mekas wiederum nahm Teil an Fluxus-Veranstaltungen und Flux Feasts. Mit Zefiro Torna (1992) schuf Mekas eine bewegende und sehr persönliche Hommage an den 1978 an Krebs verstorbenen Freund. 2007 beschloss der Stadtrat von Vilnius die Gründung des Jonas Mekas Visual Arts Center; Mekas’ umfangreiche Fluxus-Sammlung wurde erworben und soll – ergänzt durch ein Fluxus-Forschungszentrum – öffentlich zugänglich gemacht werden.