Slave Pianos
Leben in Melbourne (Drape, Kelly, Kesminas) und in Berlin (Stevenson)
Eric Andersen
Azorro
Robert Filliou
György Galántai
Tibor Hajas
Geoffrey Hendricks
Dick Higgins
Tadeusz Kantor
Danius Kesminas
Milan Knížák
Alison Knowles
Július Koller
Jarosław Kozłowski
Vytautas Landsbergis
George Maciunas
Jonas Mekas
Larry Miller
Ben(jamin) Patterson
Mieko (Chieko) Shiomi
Slave Pianos
Tamäs St. Auby
Endre Tót
Gábor Tóth
Nomeda und Gediminas Urbonas
Jiří Valoch
Ben Vautier
Branko Vučićević
Emmett Williams
Neue Wege zwischen Musik und bildender Kunst zu beschreiten, ist das Ziel der Slave Pianos. Ein wichtiger Aspekt ihrer Aktivitäten ist das Sammeln, die Analyse, die Performance und Neukomposition von Sound Art mit der Absicht, eine visuelle Neuinterpretation zu erreichen. Mit ihren Performances und Ausstellungen – oft in Kooperation mit Einzelkünstlern oder Gruppen, zum Beispiel mit dem Arditti String Quartet oder Jauna Musika – sind die Slave Pianos international präsent. Zu ihren Werken gehören das dokumentarische Monodrama Foreign Knowledge, die Kammeroper The Broccoli Maestro und The Strange Voyage of Bas Jan Ader.
Mit Fluxus haben sich die Slave Pianos in verschiedenen Versionen ihrer Kammeroper Two Lives in Flux – and Vice Versa (inzwischen: Dissident Consonances) intensiv auseinandergesetzt. Dieses „antiphonische akustische Theater” lässt sich fast schon als Forschungsarbeit bezeichnen. Die Basis des Stücks ist die skurrile Freundschaft zwischen Vytautas Landsbergis, dem litauischen Musikwissenschaftler, Pianisten und späterem Staatsoberhaupt Litauens und dem litauischen Emigranten, Kommunisten und Fluxus-Namensgeber George Maciunas. Historische Fakten und Mythen, Korrespondenzen, Fluxus-Stücke, alte (Monteverdi) und zeitgenössische Musik werden zu einer Komposition verschmolzen, die einen Dialog zwischen verschiedenen Künstlergenerationen bewirkt. Neben den Performances (in Berlin 2007 zum Beispiel gemeinsam mit Vytautas Landsbergis, Geoffrey Hendricks, Eric Andersen, Alison Knowles, Larrry Miller und Tamás St. Auby) spielen visuelle Elemente eine große Rolle. So werden Maciunas Charts, in denen er Fluxus systematisierte und in Beziehung zu anderen Avantgarde-Strömungen stellte, für die Ereignisse umgeschrieben und für die Zwecke der Slave Pianos kurzerhand eingesetzt.