Ben Vautier
Lebt in Nizza

[+] Ben Vautier performt Nam June Paiks One for Violin Solo, Prag 1966, Archiv Ben Vautier
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Azorro
Robert Filliou
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Dick Higgins
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Danius Kesminas
Milan Knížák
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Vytautas Landsbergis
George Maciunas
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Larry Miller
Ben(jamin) Patterson
Mieko (Chieko) Shiomi
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Ben Vautier
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Vautier gelangte nach Aufenthalten in der Türkei, Ägypten und der Schweiz 1949 nach Nizza. Dort eröffnete er 1958 eine Ladengalerie, die später als Galerie BDDT (Ben Doute de Tout) bekannt wurde. Um 1960 lernte Vautier die Künstler des Nouveau Réalisme kennen, so Yves Klein und Daniel Spoerri. Im Herbst 1962 fuhr er zum Festival of Misfits nach London, wo er mit den Fluxus-Künstlern zusammentraf und fortan vielfältig mit ihnen zusammenarbeitete. Ein Jahr später organisierte Vautier das Fluxus Festival of Total Art in Nizza.
In seinen Manifesten, Texten und Mail-Art-Aktionen stellt Vautier Kunst generell in Frage. Seine Kritik richtete sich in erster Linie gegen die maßgebliche Motivation des Künstlers, die seiner Meinung nach vor allem vom Wunsch nach Ruhm, Aufmerksamkeit und Andersartigkeit, kurz: dem Ego, bestimmt sei. Vautier setzt sich mit dieser Neigung des Künstlers, die er vor allem auch von sich selbst behauptet, in seinen Aktionen und auf seinen unverwechselbaren Schriftbildern auseinander. Diese bringen komplexe Probleme in einfachen Statements und Fragen auf den Punkt und sind oft auch eine Zustandsbeschreibung des Künstlers selbst. Ein weiterer Fokus seiner Arbeit liegt auf dem Thema „Ethnisme”.
Mit Milan Knížák, Jeff Berner, Serge Oldenbourg, Dick Higgins und Alison Knowles nahm Vautier 1966 an Fluxus-Konzerten in Prag teil. 1972 war er zur documenta 5 in Kassel eingeladen; 1974 widmete ihm die Galeria Foksal eine Einzelausstellung: Mon actuelle position en art. 1979 erhielt er ein Stipendium des DAAD für Berlin. Vautier lebt und arbeitet in seinem Haus in den Hügeln von Nizza, das, gestaltet mit zahlreichen Objekten und Schriftbildern, ein Gesamtkunstwerk ist, und ein fantastisches Archiv beherbergt. Viele Arbeiten, Partituren und Informationen macht Vautier auf seiner labyrinthisch angelegten Website zugänglich.